Das Zwölffingerdarmgeschwür und seine Folgen

Darstellung eines Magens mit Zwölffingerdarmgeschwür.

Nicht nur der Magen kann aufgrund einer zu hohen Säurebelastung von Geschwüren geplagt werden: Auch der Zwölffingerdarm ist oft betroffen. Eine Schleimschicht schützt ihn – ähnlich wie den Magen – vor der Magensäure im Speisebrei. Produziert der Magen allerdings zu viel Säure, greift das auf Dauer auch den Zwölffingerdarm an. Ein Zwölffingerdarmgeschwür kann die Folge sein.

Zwölffingerdarmgeschwür: die Symptome

Der Zwölffingerdarm nimmt die Nahrung mitsamt des Magensafts vom Magen entgegen und vermischt sie mit weiteren Verdauungsenzymen. Alle Bestandteile des Essens können so in ihre kleinsten Bausteine zerlegt und vom Körper ideal verwertet werden. Kommt jedoch über einen längeren Zeitraum eine zu große Menge Magensäure im Zwölffingerdarm an, verursacht das unter Umständen ein Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni).

 

Zu den typischen Beschwerden gehören:

 

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Schmerzen im oberen Bauch (besonders häufig im nüchternen Zustand)
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsabnahme
  • Blutungen, erkennbar zum Beispiel durch schwarzgefärbten Stuhl

 

Unglücklicherweise sind die meisten Symptome bei einem Zwölffingerdarmgeschwür, ähnlich wie beim Magengeschwür, nicht eindeutig zuordenbar. So kann es durch das Zuviel an Magensäure zum Beispiel auch zu Sodbrennen und saurem Aufstoßen kommen. Die Beschwerden können für eine Vielzahl weiterer Erkrankungen stehen – oder für simple, akut auftretende Verdauungsstörungen.

Die Notwendigkeit eines Arztbesuchs erkennen viele Betroffene nicht. Dazu kommt: Einige Patienten leiden anfangs an keinerlei Symptomen. Erst wenn bei einem Ulcus duodeni schwerwiegendere Folgen auftreten, wie beispielsweise die Blutungen, macht sich ein Geschwür im Magen-Darm-Trakt eindeutiger bemerkbar.

Wie entstehen Zwölffingerdarmgeschwüre?

Die Magensäure ist ein zweischneidiges Schwert: Auf der einen Seite ist sie unbedingt nötig, um die gekaute Nahrung für den weiteren Verdauungsprozess vorzubereiten und in den leicht verdaulichen Speisebrei zu verwandeln – auf der anderen Seite muss sie dazu so aggressiv sein, dass sie auch Magen und Darm stark angreifen kann. Beide Organe sind deshalb mit einer schützenden Schleimschicht ausgestattet.

 

Steigt die Magensäureproduktion allerdings stark an – zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten wie Schmerzmitteln oder Antibiotika – oder wird der natürliche Schutz geschwächt, ist er nicht mehr dazu in der Lage, die Säure zurückzuhalten. Die aggressive Magensäure kommt dann direkt mit der Schleimhaut oder sogar der dahinterliegenden Magen- oder Darmwand in Berührung. Unter anderem könnte das zu einer zu Duodenitis führen, einer Entzündung der Schleimhaut im Zwölffingerdarm. Unbehandelt oder infolge von häufigem Auftreten zieht sie möglicherweise ein Zwölffingerdarmgeschwür nach sich.

 

Übrigens

Seinen Namen erhielt der Zwölffingerdarm nicht etwa wegen einer ausgefallenen Form, sondern weil seine Länge grob der Breite von zwölf Fingern gleichkommt. Das entspricht etwa 25 bis 30 Zentimetern.

Diagnose und Behandlung vom Zwölffingerdarmgeschwür

Kommen Sie mit Beschwerden zum Arzt, die denen eines Zwölffingerdarmgeschwürs ähneln, wird er neben einer Befragung zu Ihrer Krankengeschichte einige Untersuchungen durchführen: Mittels Ultraschall und Röntgen lassen sich der aktuelle Zustand von Magen und Darm begutachten – auch schwerwiegende Komplikationen wie ein Magen- oder Darmdurchbruch sind gut zu erkennen.

 

Eine zuverlässige Diagnose liefert bei Verdacht auf ein Zwölffingerdarmgeschwür die Spiegelung des Magens und Zwölffingerdarms. Über eine schlauchartige Vorrichtung mit Kamera und kleinem Lämpchen ist es möglich, die betroffenen Stellen genau zu begutachten und Gewebeproben zu entnehmen. So kann der Arzt zweifelsfrei prüfen, ob tatsächlich ein Zwölffingerdarmgeschwür vorliegt.

 

Um den strapazierten Darm zu entlasten, kommt es bei einem Ulcus duodeni vor allem darauf an, durch schonende Kost und Abbau von Stress Erleichterung zu verschaffen. Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Essen und teilen Sie die drei großen Mahlzeiten am besten auf fünf kleine Portionen über den Tag verteilt auf. Unterstützend werden außerdem Medikamente eingesetzt: Zum Beispiel können Protonenpumpenhemmer, welche die Produktion der Magensäure drosseln, und Antazida wie Talcid® dazu beitragen, säurebedingte Beschwerden zu lindern.

 

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